Zukunft für Alle - Escape aus dem Wachstumsmärchen

Die Spielregeln, nach denen wir Menschen unser Zusammenleben regeln, funktionieren zumindest in einem Teilbereich nicht (mehr): In der Wirtschaft. Wer uns immer noch das “Märchen des immerwährenden Wachstums” (Greta Thunberg) als Lösung für Probleme vorhält, verschleiert die Tatsache, dass dieses Märchen in Wahrheit der Grund und die Ursache für vielfältige Probleme ist. (Gretas “How Dare You” Rede vor der UN noch nicht gesehen? Ist hier verlinkt.)

Die Spielregel “Wachstum” ist höchstens die Möglichkeit, in einem pyramidisch strukturierten globalen Wirtschaftssystem, in dem die Reichen immer reicher werden, zu verhindern, dass die Armen gar nichts haben, sondern wenigstens ein bisschen abbekommen - nämlich einen kleinen Teil des wachsenden Kuchens. Auch das funktioniert nur sehr teilweise und immer schlechter. Aber vor allem führt diese Spielregel unsere Ökologie direkt vor die Wand, und damit stirbt die Grundlage für unsere und Millionen anderer Spezies.

Die Klimabeschlüsse unserer Regierung sind ein zaghafter Anfang, aber wir müssen sicherlich noch viel tiefgreifender umdenken, wenn wir eine Zukunft ermöglichen wollen. Das wird nicht aus einer Verzichtshaltung gehen, denn darin verbirgt sich dann immer der Versuch von jedem Einzelnen, möglichst viel noch “für mich zu behalten”. Ich kenne das von … naja, ehrlich gestanden, von mir selber - ein Teil von mir denkt z. B. “naja, das eine Mal kann ich ja noch fliegen”, während ein anderer Teil denkt “es gibt viel zu viele Flugreisen”.

Die Spielregeln müssen geändert werden! Wir spielen immer noch Monopoly - aber die Erde muss dringend nach den Regeln eines kooperativen Spiels gespielt werden. Bei Escape-Spielen versuchen alle Spieler, gemeinsam rechtzeitig ein Problem zu lösen. Passt das vielleicht auf die Klimakrise? Vielleicht ist das die Herausforderung unserer Zeit: Aus dem Monopoly ein Escape-Spiel aus dem Wachstums-Märchen zu machen.

Wir brauchen neue Spielregeln, und wir brauchen neue Visionen.

Visionen für ein Zusammenleben ohne Wachstum. Visionen, wie man mit “genug” auskommt statt mit “mehr”. Visionen, in denen Ökologie und Ökonomie eben keine Gegenspieler sind, sondern wie in der Natur zusammenarbeiten. Visionen für eine Zukunft für Alle - kurz ZukA. So würde ich meine neue Partei nennen, wenn ich eine gründen würde:

ZukA. Zukunft für alle.

Ja, die gibt es. Es gibt eine Zukunft für alle. Das Leben kann schön und stressfrei sein, und es ist genug für alle da. Zukunft für Alle heißt, dass keiner verhungert, keiner fliehen muss, keiner im Mittelmeer ertrinken muss, keine Tiere bei Massentierhaltung verenden. Statt immer mehr zu “brauchen”, arbeiten wir in sinnerfüllten Lebenskontexten daran, dass unsere schöne Erde wieder Luft bekommt und dass wir friedlich und an innerem(!) Wachstum orientiert miteinander umgehen.

Hier sind ein paar Links und Buchempfehlungen für Menschen und Organisationen, die konkret an dieser und ähnlichen Visionen arbeiten.

Ich freue mich, wenn du dich bei ihnen informierst und einbringst. Ich freue mich über eine rege Diskussion hier in meinem Blog - dein Comment ist willkommen.

Schönes Wochenende, herzlich

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Eddi Hüneke

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